Dark Forest
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31.01.10

Er saß nun schon seit einiger Zeit hier, in Gedanken versunken…allein.

Auf dem Grab waren frische Blumen niedergelegt, er lächelte etwas, beim Betrachten, doch in seinen Augen spiegelten sich Traurigkeit und Einsamkeit wieder.

Diese gütigen, tiefgrünen Augen, die mit einem Lächeln das Gefühl von Wärme und Geborgenheit vermitteln konnten.

Doch nun war es nicht so.

Als sie vor etlichen Stunden in den Schwarzfels aufgebrochen waren, um Lilly zu retten, da hatte er noch Mut und Zuversicht gehabt. Ein Blick von Ihr hatte ausgereicht, um ihm Stärke zu geben, eine Handberührung, und er wusste, dass sie es schaffen würden.


Stark wollte er sein, sie beschützen, ungeachtet dessen, was mit ihm geschehen würde. Das Mädchen, was er so sehr liebte.

„Tindo“ schoss es ihm durch den Kopf.

Auch als das Gift des Drachen seine Adern durchströmt hatte, wollte er stark sein. Hatte ihr gesagt, dass es ihm gut ginge, hatte sie belogen.

Doch nicht aus Boshaftigkeit.

Er machte sich Sorgen, um Tin und um Lilly, seine Nichte.

Dennoch hatte er sie verletzt und ihr Vertrauen in ihn erschüttert.

Ihr Blick und ihre unnahbare Art hatten ihm klargemacht, dass sie genau dort war, wo er sie kennen gelernt hatte. Er hatte buchstäblich alles zunichte gemacht.

Der Gedanke daran, sie verloren zu haben, weil er zu stolz gewesen war, lähmte ihn.

Und dann blickte er erneut zu dem kleinen Grab.


Hier hatten sie vor einigen Tagen schweren Herzens Abschied von der kleinen Jasmin nehmen müssen. Er hatte Tin in dieser schweren Stunde beigestanden, sie gehalten, als sie ihre kleine Tochter im Arm gehalten hatte.

Schließlich war er es gewesen, der das kleine Mädchen in das Grab gebettet und sie dann mit frischer Erde zugedeckt hatte.

Und nun, wollte er das einzig Richtige tun, das Einzige was er in diesem Moment noch für richtig befand.

Er gehörte dem roten Drachenschwarm an, dessen Aufgabe es war, über das Leben zu wachen. Unter bestimmten Umständen, konnten sie es erneuern, doch das hatte seinen Preis.


Cyanostrasz wusste, wenn er die kleine Jasmin zurückholte, dann wäre sein Leben verwirkt.

Aber war das nicht das Beste, wenn Tin ihre kleine Tochter wieder in den Arm nehmen könnte? Ihn würde sie ohnehin nicht mehr sehen wollen, doch ihr kleines Mädchen schon.


Überzeugt das Richtige zu tun, konzentrierte er sich nun auf die Prozedur. Sie brauchte seine ganze Kraft, seine gesamte Energie.

Die Energie die freigesetzt wurde, als sich seine Seele von seinem Körper trennte, ließ ihn im Bruchteil einer Sekunde fast vor Schmerz vergehen. Doch er riss sich zusammen, wollte es zu Ende bringen.

Als sich sein Leben dem Ende nähern sollte, um das Mädchen zu erwecken, geschah jedoch etwas vollkommen unerwartetes.


Cya’s Körper lag nun leblos am Fuße des Grabes. Seine Seele schwebte einige Schritte von ihm entfernt über dem feuchten Gras, als diese Frau hinter einem Baum hervortrat.

Sie hatte anscheinend nur darauf gewartet und brauchte auch nicht lang, um ihm einen Halsreif umzulegen, was die Verbindung zu ihm und seiner Seele unterbrach.

Die Schwarzhaarige unterjochte den stolzen Drachen und unterwarf seinen Körper sich ihrem Willen zu beugen, während seine Seele suchend umherschweifte.


Schweißgebadet öffnet Sammy ihre bernsteinfarbigen Augen, als im Bett hochschnellt. Ihr Atem geht schnell und aufgeregt.

War dies eine Vorahnung, oder gar eine Tatsache?

18.2.10 04:23
 


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