Dark Forest
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14.01.10

Tindo wanderte schon seit Stunden durch die Gassen von Sturmwind. Beinah war sie sicher, dass sie bald einen Graben in die Steine gelaufen hatte. Erst hatte sie sich irgendwohin zurückziehen wollen, doch sie merkte schon vorher, dass sie nicht ruhig sitzen bleiben konnte. Die innere Unruhe hatte sie also durch die Straßen gehetzt, man hätte denken können, sie würde verfolgt. Doch ihr Verfolger war nicht von physicher Natur. Ihr Verfolger lauerte in ihren Gedanken, suchte sie immer wieder heim und sie wusste nicht, wie sie vor diesem fliehen sollte.

Warum hatte es sie so geschmerzt, Cya gehen zu lassen? Er war auf der Suche nach seiner Tochter und sie war im Gegensatz dazu ein Niemand. Sie hätte ihn gerne begleitet, ohne ihn fühlte sie sich verlassen, alleingelassen, wie noch nie zuvor. Er hatte nicht nur ihren Dolch mit sich genommen, sondern auch ihre restlichen Gefühle. Sie fühlte sich taub, kalt, leer.

Ewigkeiten später ließ sich Tindo auf dem Steg am Kanal nieder, lehnte sich gegen den Holzpfosten und schloss die Augen. Die Finger ihrer rechten Hand tasteten nach der Spieluhr, die sie direkt am Herzen trug, zogen sie auf und sie lauschte der Melodie. Ihre linke Hand dagegen strich immer wieder sanft und nahezu liebevoll über ihren Bauch.
18.2.10 03:32
 


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