Dark Forest
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14.01.10

Tindo wanderte schon seit Stunden durch die Gassen von Sturmwind. Beinah war sie sicher, dass sie bald einen Graben in die Steine gelaufen hatte. Erst hatte sie sich irgendwohin zurückziehen wollen, doch sie merkte schon vorher, dass sie nicht ruhig sitzen bleiben konnte. Die innere Unruhe hatte sie also durch die Straßen gehetzt, man hätte denken können, sie würde verfolgt. Doch ihr Verfolger war nicht von physicher Natur. Ihr Verfolger lauerte in ihren Gedanken, suchte sie immer wieder heim und sie wusste nicht, wie sie vor diesem fliehen sollte.

Warum hatte es sie so geschmerzt, Cya gehen zu lassen? Er war auf der Suche nach seiner Tochter und sie war im Gegensatz dazu ein Niemand. Sie hätte ihn gerne begleitet, ohne ihn fühlte sie sich verlassen, alleingelassen, wie noch nie zuvor. Er hatte nicht nur ihren Dolch mit sich genommen, sondern auch ihre restlichen Gefühle. Sie fühlte sich taub, kalt, leer.

Ewigkeiten später ließ sich Tindo auf dem Steg am Kanal nieder, lehnte sich gegen den Holzpfosten und schloss die Augen. Die Finger ihrer rechten Hand tasteten nach der Spieluhr, die sie direkt am Herzen trug, zogen sie auf und sie lauschte der Melodie. Ihre linke Hand dagegen strich immer wieder sanft und nahezu liebevoll über ihren Bauch.
18.2.10 03:32


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17.11.09

[Cyanostrasz]: *leise* Ich erzählte dir neulich etwas..über die drachen, duerinnerst dich?
Tindòmerel nickt leicht.
[Cyanostrasz]: Darf..ich dir..einen ort zeigen..an dem sie..sich aufhalten..hier unten?
[Tindòmerel]: Warum?
[Cyanostrasz]: Falls du einmal nicht weisst, wohin du sollst..ist das ein Ort, an dem du willkommen sein wirst..
[Tindòmerel]: Ich bin kein... Drache...
[Cyanostrasz]: Das spielt keine Rolle..
[Tindòmerel]: Jetzt? *leise*
[Cyanostrasz]: Aye..wenn du magst?
[Tindòmerel]: Reiten tut mir vielleicht gut... *leise*
[Cyanostrasz]: Aye.
Tindòmerel nickt.
[Cyanostrasz]: Holst du dein Pferd?
[Tindòmerel]: Klar... *murmelnd*
[Cyanostrasz]: Gut..*sanft*
....
[Cyanostrasz]: Diese Sande sind tückisch..
[Cyanostrasz]: Gib also Acht..
....
[Cyanostrasz]: *leise* Alles in Ordnung?
Ihr starrt Anachronos an.
[Cyanostrasz]: er gehört zum Bronzedrachenschwarm..
[Tindòmerel]: Sieht man... *leise*
[Cyanostrasz]: Macht dir seine Größe Angst? *sanft*
[Tindòmerel]: Nein... ich habe keine Angst...
[Cyanostrasz]: *leise kaum hörbar* Puh..welch ein Glück..
[Tindòmerel]: Warum?
[Cyanostrasz]: ich hatte etwas Bedenken..ich..*schaut zu Boden*
[Tindòmerel]: Glaubst du ich hab Angst vor dir?
[Tindòmerel]: Änderst du mit deiner Masse auch dein Wesen? *ruhig*
[Cyanostrasz]: Es hätte sein können, dass es dich..Ängstigt..
[Cyanostrasz]: Nein ich ändere mein Wesen nicht *lächelt*
[Tindòmerel]: Eben...
[Cyanostrasz]: Aber..viele sehen uns als..Monster..deshalb..zeigen wir uns nicht Jedem..
[Tindòmerel]: Ich... bin ein Monster
[Cyanostrasz]: Sein Name ist übrigends Anachronos und er ist ein Sohn des Herren der Zeit..Nozdormu..
[Cyanostrasz]: Du bist kein Monster, Kleines.
Tindòmerel erwidert nichts darauf, doch man sieht ihr deutlich an, dass sie ihm nicht glaubt.
[Cyanostrasz]: Das ist ein weiterer Hüter der zeit..sie bewachen diese Höhlen hier..
Tindòmerel bleibt mit Abstand stehen.
[Cyanostrasz]: Oh er würde dir kein Leid antun..
[Cyanostrasz]: Sie sind freundlich..zu jedem..und..brauchen ab und an Hilfe von Sterblichen Wesen *lächelt*
[Tindòmerel]: Ich glaube nicht, dass ich da reingehöre... *leise*
[Cyanostrasz]: [Draconic] Maladath kar ril revola toralar mishun?
Cyanostrasz | Der Hüter der Zeit nickt sachte *Wenn sie es denn will?*
[Tindòmerel]: Nein, will ich nicht... *knapp*
[Cyanostrasz]: Und tiefer hinab in die Höhle?
Tindòmerel zuckt mit den Schultern.
[Tindòmerel]: Mir egal....
[Cyanostrasz]: Dann komm mit..*lächelt sachte*
Cyanostrasz setzt langsam den Weg fort. Alles an ihm scheint normal, nur sein Schatten passt nicht zu seinem übrigen Erscheinungsbild. Er hat ungefähr die Größe von Anachronos..
Cyanostrasz grüßt Aufseher der Zeit voller Respekt.
[Tindòmerel]: Uah... *etwas erschrocken*
[Cyanostrasz]: Draconoiden..ebenfalls Hüter der zeit..
Tindòmerel macht ein leises Geräusch.
[Cyanostrasz]: Alles in Ordnung?
[Cyanostrasz]: Möchtest du etwas ausruhen?
[Tindòmerel]: Mir ist schlecht... *murmelnd*
[Cyanostrasz]: Oh..verstehe..
[Cyanostrasz]: Komm setze dich etwas..
[Tindòmerel]: Ist das... Magie?
[Cyanostrasz]: Das ist der Fluss der Zeit..der durch diese Höhle fliesst.
[Cyanostrasz]: Die Bronzedrachen bewachen seinen Fluss und..Zeitportale, die sich geöffnet haben..
Tindòmerel zieht die Beine an den Oberkörper, umschlingt sie mit den Armen und legt ihr Kinn auf ihre Knie.
[Cyanostrasz]: Sie versuchen Einmischungen in die Vergangenheit zu stoppen und zu unterbinden..
[Cyanostrasz]: Sie sind sehr tüchtig..*sanft*
[Tindòmerel]: Wie kann das funktionieren?
[Cyanostrasz]: Nun..Nozdormu ist der Herr der Zeit..er kontrolliert den Zeitfluss..und seine Drachen können das ebenfalls..in einer bestimmten Weise.
[Cyanostrasz]: Sie reisen durch die Zeit..und..nunja..verhindern das Einmischen von anderen Individuen..die den Fluss der zeit stören wollen..
[Tindòmerel]: Und warum müssen sie Einmischungen dann kontrollieren? Wenn sie diejenigen sind, die das kontrollieren können nur?
[Cyanostrasz]: Weil es seid einiger Zeit einen Schwarm gibt..der sich selbst der Ewige Drachenschwarm nennt. Sie haben ebenfalls die Macht, durch die zeit zu reisen und diese zu verändern..an bestimmten wichtigen Drehpunkten..
[Cyanostrasz]: Wir wissen nichts genaues über sie..oder woher sie kommen..
[Cyanostrasz]: Aber sie sind gefährlich.
[Tindòmerel]: Warum?
[Cyanostrasz]: Sie haben bereits versucht einige Schlachten zu ändern..und somit den Verlauf der Geschichte.
[Tindòmerel]: Und dann? Was würde dann passieren?
Cyanostrasz]: es ist gefährlich die Vergangenheit zu ändern..man kann niemals wissen, was mit der Gegenwart oder der Zukunft geschieht..
[Cyanostrasz]: Schon wenn ich Jemanden in der Vergangenheit töten würde, könnte sich die Zukunft verändern..denn eventuell war er wichtig bei einem ereignis, was unsere Gegenwart ausgelöst hat und durch sein Fehlen wird es niemals ausgelöst..
Tindòmerel nickt nachdenklich.
[Cyanostrasz]: Daraus könnte eine Kettenreaktion entstehen, die niemand im Stande ist voraus zu sagen..
[Tindòmerel]: Ja, das verstehe ich schon... *leise*
[Cyanostrasz]: Dennoch ist es nur allzu verlockend..*zieht nachdenklich die kleine Spieluhr aus seiner Tasche*
[Tindòmerel]: Ja... *leise, sehnsüchtig*
[Cyanostrasz]: Aber..es darf nicht sein..auch..wenn es..schmerzt *bricht ab..hört die leise Melodie der Spieluhr*
[Tindòmerel]: Und wenn du nur eine Sache ändern könntest? Würdest du das ändern? Ihren Tod?
[Cyanostrasz]: Aye..
[Cyanostrasz]: Aber..weiss ich..ob ich es wirklich verhindern könnte?
[Tindòmerel]: Ich würde ändern... nein... egal... *bricht ab*
[Cyanostrasz]: Ich wünschte mir wenigstens für dich, dass es möglich wäre *leise, sein Gesicht in den Händen verbergend*
[Tindòmerel]: Ist es nicht... *erhebt sich abrupt, wankt und lässt sich wieder auf den Boden fallen*
Cyanostrasz rückt etwas zu ihr, wenn sie es denn zulässt zieht er sie an sich heran und legt seinen Umhang um sie..
[Cyanostrasz]: *leise* Ich weiss..
Tindòmerel bewegt sich nicht, doch ihr ganzer Körper spannt sich spürbar an.
Cyanostrasz hält sie sanft im Arm, wiegt sie leicht, sein Umhang ist schützend um sie gehüllt.
[Cyanostrasz]: *leise* Wollen wir noch ein Stück hinuntergehen?
Tindòmerel schließt die Augen, lässt sich von ihm wiegen, bleibt dabei aber immer noch angespannt.
[Tindòmerel]: Von mir aus... *murmelnd*
[Cyanostrasz]: Dann komm, Kleines..*sanft*
[Tindòmerel]: Warum nennst du mich so? *leise*
[Cyanostrasz]: *lächelnd* Ich..weiss nicht genau..
[Tindòmerel]: Du musst doch wissen, warum du etwas sagst...
Cyanostrasz will ihr auf helfen.
Tindòmerel erhebt sich geschmeidig.
[Cyanostrasz]: Ich sehe dich wie meine Tochte..ein Kind..ein Kleines, zartes Wesen..*sanft*
[Tindòmerel]: Ich bin nicht zart... *knapp*
[Cyanostrasz]: Naja also..im Gegensatz zu mir schon *grinst*
Tindòmerel starrt ihn an.
[Cyanostrasz]: Oder wie würdest due Anachronos dort draussen bezeichnen?
[Tindòmerel]: Ich bin ein schlimmeres Monster... *sehr leise flüsternd*
Cyanostrasz hat nichts davon gehört und setzt seinen Weg fort. Immernoch zeichnet sie der gewaltige Schatten unter ihm ab..
[Cyanostrasz]: Das ist die Sanduhr der Zeit..sie wird von Zaladormu bewacht..
[Tindòmerel]: Das ist Sand? *leise*
[Cyanostrasz]: Aye..
Tindòmerel beobachtet gedankenverloren die Uhr.
[Cyanostrasz]: Tin?
Cyanostrasz folgt ihrem Blick eher unbewusst..
[Tindòmerel]: Endet sie irgendwann? Die Zeit? *leise*
[Cyanostrasz]: Das weiss Niemand so genau..*sanft*
[Tindòmerel]: Und was passiert dann?
[Cyanostrasz]: Nun..vielleicht ein Neubeginn..
[Cyanostrasz]: Dazu..sind wir Roten zuständig..
[Tindòmerel]: Und wenn ihr auch endet?
[Cyanostrasz]: Wir Drachen sind..unsterblich..lediglich wenn man uns verletzt können wir sterben..*ruhig*
[Tindòmerel]: Gilt das auch für ein ganzes Ende? Irgendwann habt ihr angefangen zu existieren und irgendwann wird das auch enden...
[Cyanostrasz]: Oh ich bin mir sicher, dass es das wird..und dann..wird wohl etwas Anderes unseren Platz einnehmen..ein junges Volk..
[Cyanostrasz]: Aber..ich wäre nicht böse darum.
[Tindòmerel]: Warum auch... Du hast nicht das Recht, ewig zu leben...
[Tindòmerel]: Genauso wenig wie jeder andere
[Cyanostrasz]: Das stimmt *nickt*
[Cyanostrasz]: Es muss irgendwann einmal enden..
Cyanostrasz lässt sich auf den Höhlenboden sinken. Wieder holt er die kleine Spieluhr aus seiner Tasche und öffnet Diese, woraufhin eine sanfte Melodie zu hören ist..er schliesst langsam seine Augen..
Tindòmerel sieht kurz zu ihm, dann zu der riesigen Sanduhr. Schließlich lässt sie sich neben ihm nieder, beobachtet aber weiter die Sanduhr wie gebannt.
Cyanostrasz | Langsam..ganz langsam verändert sich der Ort, die Sanduhr verschwimmt vor ihnen ebenso wie der Rest. Eine weite Ebene tut sich vor ihnen auf..eine wilde Schlacht tobt in der Ferne..
Tindòmerel sieht sich erschrocken um.
[Tindòmerel]: Was ist jetzt los? *misstrauisch*
Cyanostrasz , oder vielmehr sein menschliches Avatar starrt wie gebannt über die Ebene, er steht dort auf einem Hügel unweit von Tin.
[Cyanostrasz]: *leise* Die Zeit..sie..*schluckt schwer und starrt gebannt zu dem Geschehen*
[Tindòmerel]: Was? Was ist los? *immer misstrauischer*
Tindòmerel blickt sich um, nach einem Anzeichen von dem Ort, an dem sie eben noch war, als sie keines findet, beobachtet sie schließlich das Geschehen in der Ferne.
Cyanostrasz | Menschen und Drachen kämpfen Seite an Seite gegen ein scheinbar übermächtiges Heer von Orcs und..ja ebenfalls Drachen.
Cyanostrasz will zu ihnen hinüber, doch ist er wie durch ein unsichtbares Band an seinen Ort gebunden, nahe Tin. Zwischen den Kämpfenden, sieht man einen wesentlich jüngeren Cya, als er auf dem Hügel steht. Er knieht inmitten der Kämpfenden..hat eine junge Frau im Arm, welche offenbar im Sterben liegt. Ihr Körper ist zerschmettert..sie ringt nach Luft. Cya presst sie schreiend an sich *Ich lass dich nicht sterben, Lex..* doch das Leben weicht aus ihr, wie auch die Melodie der Spieluhr sanft aus dem Metallenen
Tindòmerel sieht hinüber, legt das Kinn auf die Knie und beobachtet die Szene, scheinbar völlig gefühlskalt und distanziert.
Cyanostrasz | Uhrwerk klingt. Sanft wiegt er sie, hält sie fest, küsst ihre Stirn sanft, doch sie ist fort. Wo der Kampf so verzweifelt weitertobt, sieht man seine Silhuette größer werden, bis er seine wahre Gestalt angenommen hat. Die Augen des Großdrachen lodern vor Zorn als er sich in den Kampf stürzt um so viele wie möglich in den Tod zu schicken, als Vergeltung dafür..
[Cyanostrasz]: *leise* Lex..vergib mir..
Tindòmerel sieht kurz zu ihm hinüber. Ihre Hand streckt sich zögernd in seine Richtung, berührt seinen Arm, doch als sich das Bild ändert, erstarrt sie. Die Szene ändert sich, zu sehen ist nun ein Bauernhof – wohl im Wald von Elwynn – im strömenden Regen. Ein Mädchen kriecht über das Feld, mit klitschnassen Haaren und abgerissener und nasser Kleidung, das sich eilig darum bemüht, das komplette Feld umzugraben – mit den Fingern. In einigem Abstand unter einem Dach sitzt ein Mann, in edler Kleidung, einem Metkrug in der Hand und beobachtet das Mädchen mit Argusaugen.
Die Szene ändert sich wieder, ein Pferdestall und wieder das Mädchen, das die Pferdeboxen schrubbt. Der Mann, der davor steht und sie beschimpft, weil sie nicht schnell genug ist und nicht ordentlich genug.
Wieder Szenenwechsel. Ein Lagerschuppen, das Mädchen angebunden an einem Holzbalken. Der Mann mit einer Pferdepeitsche, ein grausames Lächeln auf den Lippen lässt er die Peitsche auf den blutigen Rücken des Mädchens niederknallen. Erneuter Szenenwechsel. Eine kleine Hütte mit nur einem Bett. Der Mann sitzt vor dem Feuer, ruft das Mädchen zu sich. Er bestraft sie, indem er sie mit einem glühenden Dolchgriff brandmarkt. An verschiedenen Stellen am Körper.
Cyanostrasz sieht betroffen zu ihr herüber, er schweigt. Seine Augen füllen sich mit Tränen, die leise niedertropfen..
Tindòmerel II Dann ruft er sie in sein Bett. Sie geht zu ihm, legt sich neben ihn auf seinen Wunsch. Man sieht in jeder Einzelheit, wie er sie vergewaltigt – gleichzeitig aus ihren Augen und distanziert. Dann wird das blutende und gepeinigte Mädchenm in eine winzige Truhe gesteckt, sie wird abgeschlossen. Dann legt der Mann sich in das eine Bett zur Nachtruhe, löscht die letzte Kerze und mit der Dunkelheit endet auch die Szene, die Umgebung ändert sich wieder zu der Höhle, in der sie wirklich sitzen. Tin sitzt die ganze Zeit wie erstarrt da, Tränen kullern ihr über die Wangen, doch sie gibt keinen Laut von sich.
Cyanostrasz will wohl mit zittrigen Händen nach ihr greifen, doch er hält sich zurück. Seine Augen ruhen auf ihr. Tief betroffen senkt er sein Haupt..
[Cyanostrasz]: *leise* Es tut mir so leid..*hauchend*..Tin..
Tindòmerel zittert am ganzen Körper, bewegt sich sonst gar nicht, dann springt sie plötzlich auf und rennt einfach los.
[Cyanostrasz]: Bitte..bitte geh nicht weg..
Cyanostrasz sieht sie mit flehendem Blick an.
Tindòmerel weint einfach nur stumm vor sich hin. Ihr Blick ist fast irre, sie krümmt sich zusammen.
Cyanostrasz macht einen beherzten Schritt auf sie zu, versucht sie sanft zu umarmen, wenn sie es denn zulässt..
Tindòmerel sinkt in sich zusammen, am ganzen Körper zitternd, es scheint, als hätte sie alle alle Kraft verlassen.
[Cyanostrasz]: *leise* Ich lasse dich nicht allein..
Cyanostrasz zieht sie an sich. Sanft umschliesst er sie mit seinen Armen, legt seinen Umhang um sie.
[Cyanostrasz]: *leise* Bei meinem Leben, das verspreche ich..

18.2.10 04:02


23.09.09

Tropf... Tropf... Tropf... Tropf... Tropf... Tropf...

Das Geräusch war furchtbar einschläfernd. Ihre Augen wurden immer schwerer, doch Tindo versuchte dennoch einen klaren Kopf zu behalten. Sie musste wach bleiben. Nicht weil sie dem Mann das versprochen hatte, das interessierte sie gar nicht. Nein, sie musste wach bleiben, um vor ihm sicher zu sein, um zu wissen, was er tat. Aber es war nicht nur das Geräusch der Tropfen, es war auch das Blut, das mit jedem Tropfen aus ihrem Körper schwand, was sie müde und unaufmerksam machte. Ohne darüber nachzudenken, riss sie einen Streifen des viel zu großen Hemdes ab und wickelte ihn fest um die Wunden, die sie mit dem Rasiermesser in ihr Bein getrieben hatte. Dann wischte sie mit einem weiteren Stück über den Boden, wo das Blut zuvor hingetropft war.

Tindos Gedanken wanderten zu den Geschehnissen der letzten Tage. Dael und sie. Der Leuchtturm. Ihre Gespräche. Er hatte gar nicht gemerkt, dass sie fast gar nichts von sich preis gegeben, nur ihn ausgefragt hatte. Sie versuchte es sich nicht einzugestehen, doch sie mochte ihn irgendwie. Er schien ihr so ähnlich. Warum war der Sprung nicht gelungen? Warum hatte es wieder nicht geklappt? Aufzuwachen im Lazarett - gefesselt und überall verbunden - war der blanke Horror gewesen. Die Fesseln - sie flößten ihr schreckliche Angst ein, sie musste sich befreien. Und Selnia, die so merkwürdig gewesen war, die ihr erst hatte helfen wollen und jetzt plötzlich so unwirsch zu ihr war.

Die Gedanken flogen durch ihren Kopf. Flogen, so wie das Skalpell, das sie geworfen hatte. Selnia hatte es ihr gegeben, damit sie sich umbringen konnte im Bad. Ansonsten solle sie aufhören zu maulen. Verstand sie nicht, dass sie Angst hatte, gefesselt zu sein? Aber gut, sie wollte das Skalpell benutzen - wenn auch nur, um die Tür aufzubrechen. Konnte ja keiner ahnen, dass Selnia mit einer Wache vor der Tür stehen würde. Und Angriff war schließlich die beste Verteidigung. Nachdem sie Selnia mit dem Skalpell verletzt hatte, war sie abgehauen. Schließlich hatte sie Nad gefunden, mit ihr gesprochen, ihr gestanden, was sie getan hatte. An das, was danach geschehen war, konnte sie sich nur noch schemenhaft erinnern. Nad hatte sie gewürgt, das Gesicht merkwürdig verzogen, dann war sie neben dem See in Elwynn aufgewacht. Was geschehen war, wusste sie nicht mehr. Lediglich die Würgemale am Hals erinnerten an die Geschehnisse. Male, die sich mit einem Tuch verbergen ließen.

Geräusche an der Tür ließen sie aufschrecken. Sofort hatte sie das Rasiermesser in der Hand und richtete sich auf...
18.2.10 03:26


15.09.09

Tindo saß auf dem kleinen Hügel draußen auf ihrer Insel. Niemand kam hierhin. Das war schon immer so gewesen. Niemand kam hierhin und niemand würde sie hier finden. Sie lächelte bitter. Wer würde sie auch suchen? Mit einem lautlosen Seufzen sah sie der Sonne zu, wie sich langsam aus dem Meer erhob. Der frühe Morgen war ihr immer schon am liebsten gewesen. Die Luft war frisch, nichts war zu hören, außer dem leisen Plätschern der Wellen und den Möwen, die über ihren Kopf flogen. Normalerweise war das die Zeit, in der sie ihre Übungen machte, doch ihr war nicht danach. Ihr war nach gar nichts. Am liebsten hätte sie sich ins Wasser geschmissen - das war hier sehr tief, das wusste sie - und hätte gewartet, dass alles vorbei war. Sie widerstand dem Drang. Ein paar Schnitte am linken Oberarm hatten schon ein wenig geholfen, es war nicht mehr ganz so schlimm.

Was sollte sie nur machen? Die letzten Tage war alles drunter und drüber gegangen. Sie hatte gemordet. Sie hatte es... genossen. Ja, irgendwie hatte sie sich in dem Moment frei gefühlt. Doch es hatte sie nicht befreit, nicht wirklich. Stattdessen war sie durch die Gegend gezogen, hatte sich mit kleinen Diebereien über Wasser gehalten und doch keine vernünftige Lebensgrundlage gefunden. Wenn dieses Ding in ihrem Bauch erst gewachsen war, dann würde sie sich nicht mal mehr mit Diebereien am Leben halten können.

Außerdem hatte sie es sich endgültig mit Bel verscherzt. Er hatte wahrscheinlich in ihrem Benehmen einen Fortschritt gesehen, doch letztendlich war ihr klar geworden, dass sie so nicht war. Sie mochte Bel zu sehr, um ihn wieder zu sehen. Er hatte eine Freundin, sie war sicher gut für ihn und er würde mit ihr zusammen ein wunderschönes Leben führen. Sie passte da nicht rein. Sie passte nirgends rein. Auch nicht in diese Diebesbande. Ein Überfall. Dann war sie wieder gegangen. Sie hatte kein Interesse daran, die Leute, die sie ausraubte, brutal zusammenzuschlagen. Nein, wirklich nicht.

Und dann gerade dieses Gespräch mit Nad... Sie war eigentlich nett. Zu nett. Auch sie hatte es nicht verdient, dass Tindo ihr das Leben schwer machte. Nein, sie würde einfach... Nachdenklich verzog sie das Gesicht und seufzte. An diesem Punkt war sie schon so oft gewesen und sie hatte immer noch keine Antwort gefunden. Sie wusste nicht, was sie einfach tun würde....
18.2.10 03:22


02.09.09

Bel betrachtet die fein geschwungenen Buchstaben auf der kleinen Kiste, die seinen Namen bilden. Langsam nimmt er die Kiste von dem Tisch im Lazarett auf, wo irgendjemand sie hingestellt hat. Erst draußen auf dem Platz, gemütlich auf einer Bank sitzend, öffnet er die Kiste und nimmt die Dinge darin heraus. Lächelnd hängt er sich die Kette mit der Drachenkralle um, dann erst greift er zu dem Papierfetzen. Die wenigen Worte darauf hat Bel schnell gelesen, er zerknüllt das Papier und steckt es wieder in die Kiste, die er einfach schließt, ohne dem kleinen Beutel darin Beachtung zu schenken. Dabei lacht er gehässig.

Das Gesicht des Mannes, der so plötzlich neben Bel auftaucht, scheint so schrecklich bekannt zu sein. Ihr Onkel. Bel reicht ihm wortlos die Kiste, sein Gesichtsausdruck ist freundschaftlich. Als dieser die Kiste öffnet, schwappt beiden eine Flut roter Flüssigkeit entgegen. Blut! Ihr Onkel schließt die Kiste nicht, lässt die Flutwellen weiterhin daraus entweichen. Hämisch grinsend sieht er zu, wie das Blut alles umspült, alles überflutet und langsam zu einem Meer wird. Sie gehen beide darin unter und die letzten Worte, die Tindo, die irgendwo barfuß am Strand steht und zusieht, wie die blutroten Wellen ihre nackten Füße umspülen, hört, sind: "Meine eigene Tochter, die mich tötet.... mich tötet... tötet"



Mit einem halblauten Schrei fuhr Tindo hoch, die Haare und das Hemd klatschnass vom Schweiß. Völlig verstört sah sie sich in dem kleinen Zimmer um. Es dämmerte bereits und sie beschloss aufzustehen. Hier im Zimmer würden die finsteren Gedanken sie nur aufzehren. Also zog sie sich unbeholfen an, verfluchte wie so oft ihre verletzte Hand und machte sich auf den Weg zum Hafen. Dort setzte sie sich ans Wasser, versuchte ihre Gedanken in andere Bahnen zu lenken, doch es funktionierte nicht so, wie sie es sich wünschte. Eine innere Anspannung befiel sie, ihre Finger suchten nach Beschäftigung, deswegen zog sie den kleinen Wurfdolch hervor, den sie sich besorgt hatte, und begann kleine Fingerspielereien damit.

Es kam wie es kommen musste, der Dolch rutschte ihr durch die Finger und traf sie am Arm. Fasziniert starrte Tindo auf die kleine Wunde und beobachtete das Blut, das langsam hervorquoll. Völlig gebannt spürte sie, wie mit dem Blut auch die Anspannung aus ihrem Körper wich. Ohne darüber nachzudenken, fuhr sie mehrmals mit dem Dolch über ihren Arm, ließ sich dann auf den Rücken fallen und beobachtete ruhig und fast zufrieden den Sonnenaufgang.
18.2.10 02:49


25.08.09

Sie krallte sich in das Zaumzeug des Greifen, der sie ins Rotkammgebirge bringen sollte. Unter ihr flog der Wald von Elwynn hinweg. Ihre Heimat. Sie würde es endlich hinter sich lassen, würde ein neues Leben anfangen. Auch der Paladin hatte ihr das empfohlen, hatte ihr ein trauriges Lächeln geschenkt. Bel... sie verstand ihn nicht. Beinahe hätte sie ihn umgebracht. Und sie hatte es gewollt. Warum wollte er ihr helfen? Warum wollte er sie retten? Dabei war es doch dafür längst zu spät. Auch wenn er etwas anderes behauptete.

Sie seufzte leise, als der Greif endlich landete. Es war schon ewig her, dass sie mit ihrem Onkel hier gewesen war. Langsam schlenderte sie über die Brücke, fühlte sich seltsam frei. Es war kein Glück, es war nur eine Leere, die ein wenig ausgefüllt wurde. Hier, an diesem wunderschönen Ort. Was war Glück überhaupt? Sie versuchte sich zu erinnern, wann sie zum letzten Mal glücklich gewesen war. Missmutig schüttelte sie den Kopf und betrat das Gasthaus. Nachdem sie Brianna, der Gastwirtin, den vollen Goldbeutel gezeigt hatte, den diese merkwürdigen Elfen ihr vorhin in die Hand gedrückt hatten, war diese nur zu gern bereit, ihr ein schönes Zimmer zu geben. Schnell schmiss sie ihre wenigen Habseligkeiten in eine Ecke des Zimmers, lief dann wieder hinaus und setzte sich auf die Brücke.

Nachdenklich warf sie kleine Kieselsteine in den See und beobachtete die kleinen Wellen, die dabei entstanden. Die letzten Tage liefen in ihrem Kopf ab. Würde ihr Onkel sie hier finden, würde er sie wahrscheinlich tot schlagen. Tagelang war sie nicht zu Hause gewesen, er musste schrecklich wütend sein. Ein wenig erstaunte es sie ja schon, dass er sie in Sturmwind nicht gesucht hatte, sie überlegte, ob sie sich wohl um ihn sorgen musste. Nein, es gab wohl einen Grund, wenn er sie suchen würde, dann wohl in Sturmwind. Hier war sie ersteinmal sicher und das Gold würde wohl für eine Weile reichen.

Der letzte Stein landete im See, dann stand sie auf und lief langsam zurück zum Gasthaus. Es war spät, sie war müde und erhoffte sich, hier endlich wieder einmal richtig schlafen zu können. Denn ein erholsamer Schlaf war ihr seit Tagen nicht vergönnt gewesen. In ihrem Zimmer band sie sich das Tuch von der Hand und untersuchte die Wunde. Wie war es zu dieser Wunde gekommen? Sie wusste es tatsächlich nicht. Als sie aus der Kathedrale getreten und zum Greifenmeister gegangen war, war ihr auf einmal das Blut an ihrer Hand aufgefallen. Stirnrunzelnd schüttelte sie den Kopf, zerrieb einige Kräuter über der Wunde und verband sie neu. Dann sicherte sie das Zimmer, so wie sie es gelernt hatte und war sicher, dass niemand es betreten konnte, ohne dass sie es mitbekommen würde, und rollte sich auf dem Bett zusammen.
18.2.10 02:48


16.08.09

Die Kiste war klein, viel zu klein. Er war ein Bastard, ein verdammtes ArschIoch. Was hatte sie ihm nur getan, dass er sie so hasste? Immer wieder warf er ihr vor, sie habe ihre Mutter getötet. Seit Jahren schon. Doch wie sollte das sein? Seit sie denken konnte, hatte sie bei ihm gelebt. An ihre Mutter konnte sie sich nicht einmal erinnern. Wie sollte ein Mädchen wie sie ihre Mutter umbringen?

Heute war er besonders grausam gewesen. Sie verstand einfach nicht wieso. Der Tag hatte sogar sehr gut begonnen, sie war aus ihrer Ecke zwischen Wand und Schrank hervorgekrochen, wo sie schlief und war mit ihrem Onkel hinausgegangen um ihr Kampftraining zu machen. Er hatte sie wie immer sehr hart rangenommen, am Ende war sie trotz aller Übung erschöpft gewesen. Doch er hatte sie gelobt, hatte ihr gesagt, dass sie besser geworden war. Dann hatte er sich seinen Tätigkeiten zugewandt und sie war in die Stadt gelaufen um sich etwas zu essen zu besorgen. Sie hatte etwas gefunden - in den Taschen eines Wachmanns, der gerade auf dem Weg zum Dienst gewesen war.

Nachdem sie zu Ende gegessen hatte, war nichts mehr gut gelaufen. Denn plötzlich stand ihr Onkel vor ihr und befahl ihr, ihm zu folgen. Wie immer war sie im gefolgt wie ein Hündchen seinem Herrn. Und sie hatte sich verabscheut. Auf dem Hof musste sie... arbeiten. Während er daneben saß und las! Mal wieder war nichts zu seiner Zufriedenheit gewesen. Im Regen musste sie das Feld bestellen, er saß drinnen in seinem blöden Schaukelstuhl und sah ihr zu. Aber wenigstens hatte der Regen ihre Tränen versteckt.

Hin und hergejagt hatte er sie heute. Als sie schließlich fertig war mit dem Feld, musste sie nach Goldhain laufen um ihm Met zu kaufen und noch immer weinte der Himmel eiskalte Tropfen. Nach mehreren schmerzhaften Übungen verlangte er von ihr ein Reh zu töten. Erst kurz zuvor hatte sie zwei Taschendiebe im Wald ohne zu zögern erstochen, es hatte ihr nicht gefallen und auch bestimmt nicht völlig kalt gelassen, doch es hatte sie auch nicht wirklich gestört. Aber sie weigerte sich standhaft das Reh oder einen Hasen zu töten.

Seine Bestrafung war höllisch schmerzhaft gewesen. Nachdem er sie mit den Händen an einen Balken in der Scheune gebunden hatte, nahm er die Peitsche und schlug sie... sie hatte versucht mitzuzählen, doch bei zehn Schlägen war der Schmerz zu groß geworden. Die Bestrafungen, die folgten als sie sich wieder weigerte, waren nicht weniger schmerzhaft. Nach mehreren missglückten Fluchtversuchen, hatte er sie zur Nacht in diese Kiste gesperrt. Ihr Rücken schmerzte höllisch und sie hörte ihn im Bett laut und zufrieden schnarchen. Sie ächzte leise, schloss die Augen und versuchte zumindest ein paar Minuten Schlaf zu bekommen. Morgen würde er wieder von ihr verlangen ein Tier zu töten. Morgen musste die Flucht gelingen, sonst würde er sie vermutlich umbringen vor Wut und Hass.
18.2.10 02:44


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